Nach langer Abwesenheit – ich war im kapitalistischen Ausland – bin ich endlich auch wieder daheim im schönen Neukölln. Nichts hat sich verändert: Vor meinem Haus stapeln sich immer noch Glasscherben, Hundehaufen und die Mischung aus beidem. :-)
Wie schön, dass sich am 9. November die Möglichkeit bieten wird, auch mal ein bisschen raus zu kommen (wow, wenn das nicht eine sehr gewollte Überleitung war!): Der Künstler Martin Butler versucht, mit 33000 Berlinern den Verlauf der Berliner Mauer nachzustellen. Und da könnt Ihr auch dran teilnehmen, nämlich hier: Mauer Mob Ich stehe natürlich an einem Abschnitt, der gerade noch so Neukölln ist. :-)
„Schwiegertochter gesucht“ heute bei RTL. Dabei suchen Schwiegermutterdrachen für ihre immer noch zu Hause wohnenden 40jährigen Söhne eine Frau. Hier der Mitschnitt einer ICQ-Konversation – der geheimnisvolle G. musste erst noch überzeugt werden, dass es sich hierbei um eine sehenswerte Sendung handeln könnte.
Nina (19:30): hasenfreund holger. bei rtl.
G. (19:33): was macht der da?
Nina (19:33): seine mama sucht sich ne schwiegertochter.
G. (19:34): achso
Nina (19:34): da stoßen menschen aufeinander…. boah. jetzt ist da der gesellige bernd. jetzt stellt er sich zum ersten mal in seinem leben an die straße, um eine frau in empfang zu nehmen.
Nina (19:35): das war ein zitat.
Nina (19:36): der lebenslustige modellautosammler ist identisch mit dem geselligen bernd. und macht die frau jetzt erst mal mit muttis bowle betrunken.
G. (19:37): :-)
Nina (19:38): jetzt ist da auch noch die leidenschaftliche hilde. Weiterlesen »
Ihr sollt wissen, dass die Neuköllner Penner arbeitslosen Männer mit Hang zum Alkohol auch einen geregelten Arbeitstag haben. Bereits morgens um halb neun wird schon in der Vorhalle des S-Bahnhofs Sonnenallee gesoffen. Und das auch an jedem Tag der Woche, sogar sonntags. Da wird der Alltag schon mit einem gutem Sternburger oder Pilsator eingeläutet. Und nachmittags bzw. abends, wenn ich nach einem wirklichen Arbeitstag wieder am S-Bahnhof eintrudele, sind die Herren immer noch da, nicht mehr ganz so gerade stehend, aber dabei dann sehr viel lauter und miefiger als noch neun Stunden zuvor.
Gestern nachmittag hörte ich dann einen Alki zum anderen sagen:
„Gestern habe ich zu dir noch gesagt, du siehst aus wie ein Penner. Aber da wusste ich noch nicht, dass du heute noch viel schlimmer aussehen würdest als gestern. Da sag ich heute zu dir: Chefpenner!“
Prost!
(Und irgendwie geht mir Grönemeyers Alkohol jetzt nicht aus dem Kopf… Alkohol ist dein Sanitäter in der Not, Alkohol ist dein Fallschirm und dein Rettungsboot…)
Da der geheimnisvolle G. und ich ja auf die Idee gekommen sind, eine Woche im Herbst in New York zu verbringen, sind wir nun auf der Suche nach billigen Flügen (Dumm gelaufen, mein ausgeguckter Flug nach Portland mit Stopover in New York ist in den letzten drei Tagen um 200 Euro teurer geworden… weil ich ja darauf warten musste, dass mein Urlaub genehmigt wird!). Auf der Webseite von Delta hat sich dieser wunderschöne Hinweis versteckt:
Ich nehme stark an, dass der Mensch, der die Seite gemacht hat, diese „Informationen“ nicht wirklich „hier“ haben wollte. :-)
Ach so, wenn man den Link aufruft, landet man auch auf einer Seite, die einem erklärt, dass man Flüge mit elektronischen Tickets quasi immer, mit Papiertickets aber mindestens zehn Tage vor Abflug buchen muss. Und dann gibt’s da noch mehr (un-)interessanten juristischen Kram.
Vor zwei Wochen hatte ich bei Craigslist ein paar Bilderrahmen entdeckt, die nicht nur billig, sondern auch noch in Neukölln abzuholen waren. Nach ein paar Emails hin und her hatte ich mit der Anbieterin einen Abholtermin in ihrer Dachgeschosswohnung Nähe Hermannstraße vereinbart.
Nach nur 20 Minuten Fußweg und geschätzten 120 Stufen stand ich dann vor einer geöffneten Wohnungstür und vernahm mehrere weibliche Stimmen, wobei eine Dame auf ihre Frage „Should I get dressed or can I stay like this?“ die Antwort „I don’t think it really matters, she’s a girl“ bekam. Weiterlesen »